Aktivitäten 2021

2021 - Jahreshauptversammlung

Zeitlich planbar war in diesem Jahr wegen Corona wenig. So musste auch der Oldtimerclub Erding seine Jahreshauptversammlung von März auf Ende Oktober verschieben. Sehr knapp fiel wegen Corona der Jahresbericht 2020 vom 1. Vorsitzenden Rolf Berghoff aus. Als Winteraktivität konnte zwar noch ein Besuch im Planetarium Supernova in Garching durchgeführt werden, aber Frühjahrs- und Sommerausfahrt sowie die Weihnachtsfeier mussten ausfallen. Allein die Herbstausfahrt zur Lokwelt nach Freilassing, zum Red Bull Hangar 7 am Salzburger Flughafen und zum Peter Porsche Traumwerk im österreichischen Anger konnte stattfinden. Aber, Not macht bekanntlich erfinderisch. Da man ja auch allein seinen Oldtimer bewegen oder sich mit Personen aus zwei Haushalten treffen durfte, hatten zwei Clubmitglieder die Idee, Vorschläge für kleine Tagesausfahrten auszuarbeiten und für alle Interessenten auf der Internetseite des Clubs zur Verfügung zu stellen. So sind dann auch nicht alle Oldtimer der Clubmitglieder im vergangenen Jahr nur eingestaubt und verrostet. Erfreulicherweise konnte Berghoff auch berichten, dass die Mitgliederzahl im Club seit Jahren bei über 60 konstant ist.

Anschließend stellte Kassier Martin Eglseder den Kassenstand vor, der wegen ausgefallener Aktivitäten in 2020 sogar leicht angestiegen ist.

Nach der Entlastung des Vorstandes standen turnusmäßig Neuwahlen an. Das Ergebnis: Der neue Vorstand ist der bisherige plus eins. Als zusätzlicher Beisitzer wurde Gerd Trippner gewählt, der sich in den vergangenen Jahren bei der Organisation von Ausfahrten und Besichtigungen sehr engagiert hat. Als Kassenprüfer wurden Lothar Rosshirt und Roland Wintersberger gewählt.

Wichtigster Tagesordnungspunkt war danach die Diskussion über die Aktivitäten in 2022. Obwohl niemand weiß, ob uns das jetzt propagierte Ende aller Corona-Einschränkungen (20.03.2022) auch wirklich genügend Freiheiten bringt, muss natürlich vorsorglich geplant werden. Im Winter wird es (ohne die eingemotteten Oldtimer) Besichtigungen bei BMW in München und dem WIWeB in Erding geben. Wie in den vergangenen Jahren sind mindestens drei größere Ausfahrten vorgesehen, von denen die Frühjahrsausfahrt nach Kaufbeuren und die Sommerausfahrt nach Regensburg bereits in der Planungsphase sind.

Mit Dank an alle Aktiven und deren Beitrag zum Clubleben und gute Wünsche für unfallfreie Fahrten im nächsten Jahr schloss der 1. Vorsitzende die Versammlung.  

2021 – Herbstausfahrt und 20-Jahr-Feier

Ursprünglich hätte unsere 20-Jahr-Feier schon 2019 stattfinden sollen, denn der Club wurde ja Ende 1999 gegründet. Aber aus organisatorischen Gründen und wegen Corona wurde die zur Feier des Jubiläums geplante Fahrt mehrfach verschoben. Erst an einem Wochenende Mitte September 2021 war es dann so weit.

31 Teilnehmer in 16 Oldtimern nahmen Kurs auf Straubing zum Besuch des Gäubodenmuseums. Wer schon die Schätze des Museums Erding und ihre Geschichte kannte, fand viele Gemeinsamkeiten bei archäologischen Funden und Ereignissen aus den Zeiten von Bajuwaren, Römern und früher. Bemerkenswert ist auch das Auf und Ab der Straubinger Stadtgeschichte. Je nach "Lust und Laune" der jeweiligen Herrschaft bekam die Stadt Gerichtsbarkeit und wurde Regierungssitz – oder eben auch nicht. Von Erding wird ja kolportiert, dass die Kaufleute im 19. Jahrhundert den Weiterbau der Eisenbahn nach Freising verhindert haben, weil man Abfluss von Kaufkraft nach Freising fürchtete. Vergleichbares in Straubing: Kaufleute und Handwerker nutzten im 19. Jahrhundert ihren Einfluss auf den Stadtrat, um die Ansiedlung von Großindustrie zu verhindern. Daher ist Straubing angeblich bis heute mehr Verwaltungszentrum, Schul- und Ausbildungsstadt und weniger Industriestandort.

Die Fahrt ging weiter zur Übernachtung ins Schlosshotel Neufahrn in Niederbayern, wo das Jubiläum mit einem dem Anlass angemessenen Festessen begangen wurde. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand, Rolf Berghoff, tat Gründungsmitglied Franz Preuner einen Blick zurück auf die Geschichte des Clubs, in dem er nicht nur die Chronologie darstellte, sondern auch humorvoll von Pleiten, Pech und Pannen berichten konnte, die ja im Clubleben nicht ausbleiben.

Die Rückfahrt am Sonntag führte die Teilnehmer nach Wolnzach zum Deutschen Hopfen-Museum. Beeindruckend ist nicht nur die Geschichte des Hopfenanbaus und der Geräte und Techniken, sondern auch die Tatsache, dass die Hallertau nach wie vor für ca. 90% des weltweit erzeugten Hopfens steht. Man sagt ja Deutschland gelegentlich nach, wirtschaftlich oder technisch nicht mehr an oder in der Nähe der Weltspitze zu sein: beim Hopfen aber sind wir Weltmeister!

Alles in Allem ging mit einer Mittagsrast in der Klosterschenke zu Scheyern eine schöne Ausfahrt zu Ende.

2021 – Auch Bulldog-Fahren geht bei Corona

Eigentlich geht das sogar ganz besonders gut, denn der Abstand ist ja sicher größer als 1,5 Meter, meistens sitzt man allein oben und ist auch immer an der frischen Luft. Einige unserer Mitglieder haben sich daher einige Male kurzfristig verabredet und sind "über Land" gefahren. Zum Glück gab es immer eine Wirtschaft zum Einkehrschwung.

 

2021 – Sommerausfahrt nach HERRIEDEN

Manchmal haben wir geglaubt, dass wir gar nicht mehr wissen, wie Oldtimerfahren geht. Aber unsere Sommerausfahrt fand statt! Dabei war es nicht einfach. Hatten wir doch ursprünglich geplant, nach Österreich zu fahren. Aber als wir uns im Frühjahr für eine verbindliche Buchung entscheiden mussten, haben wir umgeschaltet. Wer mag schon 3 Tage in Österreich Urlaub machen und dann zuhause 10 Tage in Quarantäne gehen. Wohin also? Da wir annehmen mussten, dass Mitte Juli Oberbayern von Touristen überflutet sein würde, entschieden wir uns in Richtung Nord nach Herrieden in Franken.

Am Freitag, den 16. Juli, ging es los, wie immer über möglichst kleine Straßen zur Mittagsrast nach Eichstätt. Der zentral gelegene Braugasthof Trompete mit gutem Essen, freundlicher Bedienung und Parkplätzen im fußläufigen Bereich ist eine Empfehlung wert. Weiter ging es, der Altmühl folgend, über Dollnstein, Solnhofen, Pappenheim Treuchtlingen, Gunzenhausen nach Herrieden zum Landgasthof Bergwirt. Auch hier: freundlicher Empfang, gutes Essen und schöne Zimmer – was will man mehr.

Samstag, der 17. Juli, war unser Rundreisetag. Zunächst ging es zum Deutschen Pinsel- und Bürstenmuseum in Bechhofen. ?? Wirklich? Anfangs glaubt man, dass das doch ein vielleicht etwas abseitiges Thema ist. Aber als wir von dem sehr engagierten, ehrenamtlichen Führer die Geschichte von Pinseln und Bürsten im Allgemeinen und dann die örtliche Dimension dieses Gewerbes in Bechhofen im Besonderen vorgetragen bekamen, verflog die vorgesehene Stunde viel zu schnell. Wer von uns weiß denn, welche tierischen und pflanzlichen Rohprodukte für welchen Zweck verwendet werden und wie Pinsel und Bürsten manuell oder maschinell hergestellt werden? Zum Mittagessen ging es in die Nähe von Kinding in eine urige, tief im Wald verstecke Gastwirtschaft, die Fuchsmühle. Auch hier freundliche Bedienung und gute Speisen. Auf der Rückfahrt machten wir Halt in Spalt/Fünfbronn im Gruschdl-Café Krauter. Hier hat die Besitzerin ihre Nähstube mit einem Café kombiniert, so dass wir zwischen Nähmaschinen und ausgestellten genähten oder gestrickten Waren saßen, die man auch käuflich erwerbe konnte. Einfach schön!

Am Sonntag, 18. Juli, ging es auf Heimatkurs mit Mittagsstopp im Gasthaus und Metzgerei Stief in Schrobenhausen, die nicht nur in der Spargelzeit Schmackhaftes in großzügigen Portionen bietet. Wie immer war es für den "harten Kern" wichtig, abschließend noch einen Einkehrschwung zum Kaffee zu zelebrieren im wunderbaren Biergarten Schlossallee in Haag an der Amper.

 

2021 – Es geht doch was !

Auch wenn uns Corona eingeschränkt hat wie sonst vorher kaum etwas, ganz verboten war es ja nicht, das "alte Blech" zu bewegen. Einige von uns sind solo gefahren oder mit maximal 2 Haushalten und andere haben unsere Empfehlungen (Eichstätt, Prien, Wasserburg aus unserem Download-Menü) probiert. Zum Beispiel am 16.Mai. Wasserburg war das Ziel und ein Stadtbummel mit dem vorgeschriebenen Abstand bzw. Maskengebrauch war drin.